16.06.2011 | Einspeisevergütung für PV-Anlagen wird zum 01.07.11 nicht gekürzt

Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen wird zum 01.07.11 nicht gekürzt

Die Bundesregierung will auf die Kürzung der Einspeisevergütung für PV-Anlagen  zum 1. Juli verzichten. "Es wird keine Absenkung der Vergütung geben" sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Katherina Reiche, der "Financial Times Deutschland". Die Bundesnetzagentur wollte sich dazu bislang nicht äußern.

Grund für den Verzicht ist, dass im Referenzzeitraum von März bis Mai 2011 außergewöhnlich wenig Solarstromanlagen neu gebaut und gemeldet wurden. "Es sind nur 700 Megawatt installiert worden", so Reiche. Hochgerechnet auf das Jahr wären das 2800 Megawatt. Die Regierung hatte jedoch im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) einen Zielwert von 3500 Megawatt festgelegt. Wäre dieser Wert überschritten worden, hätte es für neue PV-Anlagen eine Kürzung von 3% ab Juli gegeben. Der nächste Kürzungsschritt um weitere 3 Prozent wäre bei 4500 Megawatt erforderlich.

Der Einbruch in der Solarbranche wird auf eine Verunsicherung in Folge der politischen Diskussionen um die Photovoltaik sowie auf Vorzieheffekte zurückgeführt. 2010 wurden angesichts der Kürzungsdebatte noch Solarmodule mit über 7000 Megawatt auf Dächern und Freiflächen errichtet. 

Solarstrom wird durch staatlich garantierte Abnahmepreise für 20 Jahre gefördert. Allerdings sinken diese Tarife mit der Zeit für neu installierte Anlagen, da auch deren Preise sinken. Die Differenz zwischen dem Marktpreis für Strom und den staatlich garantierten Abnahmepreisen wird durch eine Umlage auf alle Verbraucher bezahlt. Deutschland ist weltweit der wichtigste Markt für die Solarindustrie.

Quelle: www.tagesschau.de/wirtschaft/solarfoerderung116.html

Mittlerweile wurde diese Entscheidung von der Bundesnetzagentur bestätigt. 

www.photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/bundesnetzagentur-besttigt-nullrunde-bei-solarfrderung_100005491/   

 

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