30.10.2015 | Titz, 500 kWp-PID - Recovering mit ilumen-Box gestartet

Titz, 500 kWp PID Recovering mit ilumen-Box gestartet

Eine 500 kWp-Photovoltaikanlage in Titz verzeichnete einen fortschreitenden Ertragsrückgang in den letzten 3 Jahren. Nach Reinigung und Überprüfung der Anlage nach VDE 0126-23 (Wiederholungsprüfung) wurden keine besonderen Auffälligkeiten, wie defekte bypass-Dioden oder ausgefallene Module, festgestellt. 

Um eine schnelle und eindeutige Erklärung für die etwa 10%-ige Ertragsminderung zu finden, wurde unsere Elektrolumineszenzmessung im Bestand durchgeführt. Dieses bildgebende Verfahren ist in der Lage, die Hintergründe einer Leistungsminderung/Ertragsminderung im Gegensatz zu einer Infrarotaufnahme interpretationsfrei und anschaulich darzustellen.

Bei dieser Anlage konnte bei der ersten Messung eine beginnende PID-Schädigung (Potenzial-induzierte-Degradation) festgestellt werden.

Der PID-Effekt ist bereits seit mehreren Jahren bekannt. Neben der hohen Systemspannung gegen Erdpotential begünstigen die neuen Zellproduktionsverfahren der letzten Jahre das Auftreten des PID-Effekts wie Zelldicke, Einbettungsmaterial, Produktionstechnik des Antireflexglases oder auch die Art und Weise wie der Zellenrand ausgeführt wurde.

Bei PID-anfälligen Solarmodulen können vor allem am Anfang oder Ende eines Modulstrangs, dort wo das Spannungspotential gegen Erde am größten ist, kleine Leckströme von der eingekapselten Solarzelle durch das Einbettungsmaterial über das Deckglas und Modulrahmen gegen Erde abfließen. Je nach Zelltechnologie führt dies zu einer Ansammlung von positiven oder negativen Ladungsträgern an der Zelloberfläche bzw. in der Antireflexschicht. Direkt unter der Antireflexschicht befindet sich jedoch das dotierte Silizium der Solarzelle. Je mehr Zeit vergeht, umso mehr Ladungsträger sammeln sich dort, da diese nicht abfließen können, die Zelle wird quasi an der Oberfläche kurzgeschlossen, und kann weniger oder keinen Strom mehr erzeugen.
In einer Elektrolumineszenzaufnahme erscheinen diese Zellbereiche je nach Schädigung in verschiedenen Grau- und Schwarzstufen. Unbeschädigte Zellbereiche dagegen erscheinen meist weiß bis hellgrau.

Neben den modulspezifischen Ursachen können weitere Faktoren zur Verstärkung des PID-Effekts beitragen wie feuchte bzw. feuchtwarme Modulumgebungen, Regen, regelmäßige Betauung, Verschmutzungen durch Staub, Sand, Salz, Ammoniakdämpfe aus der Landwirtschaft. Auch die Art und Weise der Erdung des Generatorfeldes und der grundsätzliche Wechselrichteraufbau (trafo/trafolos) bzw. die Wechselrichtertopologie  sind maßgeblich beteiligt am Auftreten des PID-Effekts.  

Die PID-bedingten Leistungsminderungen lassen sich in der Regel wieder beheben oder mindern. Zur Sanierung von geschädigten Anlagen werden von der Fladung Solartechnik GmbH überwiegend die PID-Boxen der belgischen Firma ilumen eingesetzt.
Diese auch im Außenbereich einsetzbaren Wandgeräte werden zwischen Modulstring und Wechselrichter installiert, und beschicken in der Nacht, wenn der Wechselrichter inaktiv ist, den jeweiligen Modulstring mit einer Gegenspannung bei geringem Strombedarf.

Durch das patentierte Verfahren passt sich die PID-Box exakt dem aktuellen Regenerationsstand der Solarmodule an um die Wiederherstellungszeit zu minimieren.

Die Boxen verbleiben in der Anlage und schützen so dauerhaft vor Neubelastungen.

Das Recovering wird bei dieser Anlage für den Modulhersteller von uns dokumentiert.

 

 

<- Zurück zu: AKTUELLES

Finden Sie uns auf Youtube

Ansprechpartner

Andreas Fladung
Tel.: 0241 9903311
E-Mailkontakt

Geschäftsanschrift

Im Johannistal 31a
52064 Aachen
Tel.: 0241 9903311
Fax: 0241 9903313

Lieferanschrift

Im Johannistal 31a
52064 Aachen
 

Service

PV Beratung
PV Planung
PV Montage
PV Service

 

PV Messtechnik
PV Thermografie
PV Sanierung
PV Reinigung

© Fladung Solartechnik GmbH