20.07.2016 | Erkelenz, 96,6o kWp PV-Anlage auf Hagelschäden untersucht

Erkelenz, 96,6o kWp Hagelschadendetektion ohne Demontage

Erkelenz, 96,6o kWp Hagelschadendetektion ohne Demontage

In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni 2016 war es in und um Erkelenz, Heinsberg, Viersen und Mönchen-
gladbach
zu massiven Hageleinwirkungen auf Gebäude und Fahrzeuge gekommen. Ebenfalls betroffen von
extremen mechanischen Punkbelastungen durch große Hagelkörner waren über 250 Photovoltaikanlagen im
selbigen Großraum, einige mit sichtbaren Glasbruchschäden.

Verdeckte Zellbruch- oder Überspannungsschäden an den Solarmodulen bleiben jedoch meist unentdeckt und
führen in den nächsten Jahren zu Ertragsminderungen, die dann nicht mehr als eindeutiger Versicherungs-
schaden zu belegen sind.

Durch unsere Erfahrungen aus bundesweit über 170 auf Hagelschäden untersuchten Photovoltaik-
anlagen
lag die Vermutung nahe, dass weitere Module betroffen sind, die allerdings ohne Glasbruch die
Belastung überstanden hatten.

Die von uns untersuchte 96,6o kWp PV-Anlage im innerstädtischen Bereich von Erkelenz war so stark
betroffen, dass von den insgesamt 420 Modulen bereits 10 Module bei einer Dachbegehung Glasbruch
aufwiesen. Die auf den leicht geneigten Ost/Westdächern nach Süden aufgeständerten Solarmodule wurden
OHNE Moduldemontage mit 3-Bein-Stativen auf der Dachfläche einzeln gescannt und auf einem Kontroll-
monitor direkt bewertet.

Nur auffällige und betroffene Module wurden mit der 14 Megapixel NIR Kamera für die Versicherung mit
längeren Belichtungszeiten aufgenommen, der Rest liegt als NIR-videostream vor. Dadurch konnten die
Prüfkosten noch einmal deutlich gesenkt werden.

Innerhalb von 5 Stunden wurden sämtliche Module bei Dunkelheit überprüft und auf einem Kontrolltablet
vermerkt. Auf der wetterabgewandten östlichen Dachseite wurden lediglich 2,5 % betroffene Module
detektiert. Auf der westlichen Seite wurden 64 % der Solarmodule nachweisbar durch Hagelein-
wirkung beschädigt
. Darüber hinaus wurden 4 Module mit defekten bypass-Dioden identifiziert, sowie
12 weitere Module mit herstellerbedingten Auffälligkeiten, die nun dem Garantiegeber übermittelt werden.

Somit stellt unser Messverfahren neben der Hagelschadendetektion einen umfassenden Tiefenscan
ALLER Module dar.

Um PV-Anlagen OHNE Moduldemontage auf Zellebene untersuchen zu können, setzen wir die Elektro-
lumineszenzmessung vor Ort ein. Dazu werden Einzelmodule bzw. ganze Modulstrings mit einem speziellen
Netzgerät nachts automatisiert bestromt. Aktive, nicht beschädigte Zellen bzw. ganze Module emittieren
dadurch eine schwache Strahlung im nahem Infrarotbereich (NIR), die mit einer speziellen EL-Kamera
aufgenommen werden kann. Dabei erscheinen wie auf einem Röntgenbild die unbeschädigten/aktiven
Zellbereiche hell, inaktive oder beschädigte Zellen werden dunkel bis schwarz dargestellt (video).

War man bisher von der Annahme ausgegangen, dass solche Messungen nur in abgedunkelten Laboratorien
mit sehr teuren EL-Kameras durchgeführt werden können, sind seit einiger Zeit praxiserprobte Messverfahren
auf dem Markt, die eine Vermessung vor Ort OHNE Moduldemontage ermöglichen.
Die Aufnahmen müssen allerdings bei Dunkelheit ohne Fremdlicht durchgeführt werden. Zur ersten Übersicht
setzen wir dazu vor Ort unser 15 Meter-Hochstativsystem, oder bei großen Solarstromanlagen außerhalb
geschlossener Ortschaften unseren speziellen EL-Flugroboter AirLabONE ein.
Im Anschluss daran werden u.U. weitere Moduleinzelaufnahmen mit Dreibein- und/oder Leiterstativen auf dem
Dach/vom Gerüst aus erstellt, die eindeutige Aussagen zu Zellbrüchen durch Hageleinwirkungen geben können.

Da die Outdoor Elektrolumineszenzmessung bisher kein zertifiziertes Messverfahren darstellt, sollte vor
Beauftragung unbedingt geklärt werden, ob diese Messungen von der Versicherung anerkannt werden.
Wegen der deutlichen Kostenersparnis gegenüber der Moduldemontage mit Mobil-/Laborvermessung, erfahren
wir versicherungsseitig jedoch eine sehr hohe Akzeptanz, zumal die Gefahr von weiteren Kollateral-
schäden entfällt.

Weitere Informationen zur Weiterleitung an Ihre Versicherung finden Sie hier:
Deutsche Version / Englische Version.

Gerne überprüfen wir Ihre Photovoltaikanlage. Neben der EL-Messung bieten wir zusätzliche
Thermografieaufnahmen sowie PV-Kennlinienmessungen an.
Nach der Schadensfeststellung entwickeln wir in Absprach mit Ihrem Versicherer Reparatur-/Sanierungs-
pläne um Ihre PV-Anlage schnell und kostenoptimiert wieder an das elektrische Versorgungsnetz zu bringen.

Die Demontage, Teilmontage, Neumontage der defekten Bauteile erfolgt durch unsere eigenen Serviceteams.

Darüber hinaus erstellt Herr Andreas Fladung als Sachverständiger für Photovoltaikanlagen (TÜV) bundesweit
Privat-, Versicherungs- und Gerichtsgutachten.

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