Wärmepumpen nutzen elektrisch betriebene Kompressoren, um in einem Kältemittelkreislauf Energie zu verdichten und auf höherem Niveau nutzbar zu machen. Jeder Kühlschrank funktioniert nach diesem Prinzip. Der Kompressor hinter dem Kühlschrank produziert Kälte, indem er dem Kühlschrankinhalt Wärme entzieht und diese an die Umgebungsluft des Aufstellungsraums abgibt. Als Ergebnis wird die Küche (oft unbemerkt) beheizt und der Kühlschrankinhalt stark gekühlt. Bei der Wärmepumpe ist es genau umgekehrt: Die Umgebung (Raumluft, Außenluft oder Erdreich) wird geringfügig abgekühlt, damit das Haus behaglich warm beheizt wird. Die Wärmepumpe gewinnt dabei aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme.
Raumluft-WP als Warmwasserwärmepumpen eingesetzt, entziehen der Umgebungsluft des Aufstellungsraumes die Wärme, und eignen sich ideal, wenn in eine bestehende zentrale Warmwasserversorgung nachträglich eine Solaranlage integriert werden soll. Der Energieaufwand für die Trinkwassererwärmung lässt sich so um bis zu 88 % senken.
Luft/Wasser-WP oder Sole/Wasser-WP als Heizungswärmepumpen eingesetzt, sind ein vollwertiger Ersatz für konventionelle Heizsysteme. Beim Neubau wird dabei vollständig auf eine Öl- oder Gasheizung verzichtet.
Gas-Hybridwärmepumpen finden überall dort Einsatz, wo auf Grund der benötigten höheren Vorlauftemperaturen (z.B. Altbausanierung usw.) die klassische WP in einem schlechten Arbeitsbereich arbeiten würde.